Archive for the ‘Software’ Category
Scripe. Oder: Warum eine Scriptsprache auch nur eine Suppe ist.
Es ist wohl aufgefallen, ich erwähne es trotzdem: Seit einiger Zeit arbeite ich an einem Prinzip, dass es jedem Interessierten ermöglichen soll, eine eigene Script- oder Programmiersprache zu entwerfen. Meine theoretischen Überlegungen, so langweilig sie auch manches Mal seien mögen, habe ich in einer Reihe von Artikeln festgehalten; damit ich diese Texte aber auch schreiben konnte, musste ich immer ein kleines Stückchen vorausdenken und einiges an implementierungstechnischer Vorarbeit leisten.
Und heute war ich dann soweit, dass ich eine gar nicht so üble Version vor mir hatte, die ich nun (nicht detailliert, eher angeberischerweise
) präsentieren will. Vorhang auf für Scripe!
SerienjunkiesGML
First of all: wie es mit der Legalität der Seite serienjunkies.org aussieht, weiß ich nicht. Ich selbst kannte sie bis vorgestern nicht und alles, was nun folgt, ist für mich nur eine programmiertechnische Fingerübung – wenn auch womöglich mit einem gewissen Nutzen.
Das Problem, auf das ich hingewiesen wurde, als ich mich nach online verfügbaren Episoden von Flight of the Conchords erkundigt und die o.g. Seite als Quelle empfohlen bekommen habe, war, dass man, um an Downloadlinks zu kommen (ohnehin nicht das, was ich wollte), für jede Episode ein Captcha lösen und anschließend für jede einzelne Teil-Datei eine Serie von Klick-Copy-Paste ausführen musste. Und da kam mir die Idee, dass ganze in ein Programm zu packen: SerienjunkiesGML (Get My Links!)
Man gibt einfach die URL einer Serienjunkies-Seite in das dafür vorgesehene Textfeld ein (alternativ kann man auch direkt nach irgendetwas suchen), lässt das Programm die verfügbaren Episoden laden und startet mit einem Doppelklick auf die jeweilige Episode das Holen der Links.
Das Lösen des Captchas konnte ich nicht automatisieren (da sind schon viel größere Kaliber als ich dran gescheitert), aber die darauf folgenden Operationen, die zu den eigentlichen Links führen. D.h.: Hoster auswählen, Captcha lösen, warten, fertig!
Man kann auch gleich von vornherein mehrere Episoden auswählen und mit einem Klick auf “Go!” nacheinander abarbeiten.
Ein Hinweis noch: das Holen der Links funktioniert in einer Vielzahl der Fälle reibungslos, nur manchmal scheitert es. Dann muss man die entsprechenden URLs (die mit “download.serienjunkies.org”) beginnen, eben von Hand in den Browser eingeben.
Herausforderungen an mich waren: Untersuchung einer HTML-Seite, Simulieren einer POST-Request, Entwicklung einer intuitiven Benutzeroberfläche.
Download: http://dev.xscheme.de/wp-content/uploads/2009/07/serienjunkiesgml.exe
Vom Gedankenspiel zum Versuch: Universal Version Description (UVD)
Das Problem der Updates
Ich bin in meinem vorletzten Artikel zum Thema Update-Check bereits darauf eingegangen: Versionsänderungen sind nicht immer leicht zu verfolgen und die Überprüfung auf Updates erfordert meist einen nicht zu unterschätzenden Programmier- und Verwaltungsaufwand. Weiterhin bedeutet es für den Entwickler selbst auch, dass er auf mehreren Hochzeiten tanzen muss: er stellt meist eine eigene Downloadseite bereit, die Links zu verschiedenen Versionen enthält, er aktualisiert gleichzeitig die Dateien, die für die Versionsüberprüfung zuständig sind, er kümmert sich um die Daten, die in irgendwelchen Softwareverzeichnissen (heise, chip.de, etc…) stehen, usw., usw… Als verantwortungsvoller Entwickler mit der Ambition, sein Programm unter die Leute zu bringen, hat man richtiggehend die Pflicht, diese Schritte durchzuführen – und das regelmäßig und mit äußerster Genauigkeit.
Hier nun also das (absolut logische und vernünftige) Konzept, das die meisten Beispiele, die man im Web zu dem Thema “Update-Check” findet, implementieren:

Augenscheinliche Probleme hierbei:
- Die Verwaltung der Programmdaten läuft (beim Otto-Normal-Programmierer) meist von Hand ab, d.h. man bearbeitet die Update-Datei (die nicht, wie im Beispiel, im XML-Format vorliegen kann), lädt sie von Hand auf den eigenen Webserver und ist aus Kompatibilitätsgründen meist an ein (demnach schwer erweiterbares) Format und an einen bestimmten Dateinamen gebunden.
- Je nachdem, wie detailliert die Update-Informationen sind (nur Versionsnummer vs. Versionsnummer, Änderungsdatum, Changelog, …), kann das Bearbeiten der Versionsdatei eine Heidenarbeit bedeuten.
- Der Entwickler muss das Programm erst einmal dazu bringen, einen funktionierenden Versions-Check durchzuführen.
- Und was passiert bei Programmen, die mehrsprachig funktionieren und beworben werden?
Die Idee im erwähnten Artikel war es also, den “Update Notification Server” nicht mehr als Eigentum des Entwicklers zu sehen, sondern als über ein API zugängliche Plattform im Internet, die Verwaltungsfunktionen komfortabel bereitstellt. Gleichzeitig wären verschiedene Bibliotheken für das API nötig, um dem Programmierer die Implementierung der Versionsprüfung fast gänzlich abzunehmen.
Was folgte, war ein Einspruch.