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Und dann machte es “Bing”!

with one comment

Ich muss zugeben, ein großer Teil meiner Festplatte wird von Microsoft-Programmen eingenommen: Ich verwende Word zum Schreiben von Briefen, Excel zum tabellarischen Aufbereiten von Daten, Visual C# Express Edition zum Programmieren,  diverse Hilfsprogramme und nicht zu vergessen dieses winzige Konstrukt namens Windows Vista….

Aber alles, was mit Internet zu tun hat, kommt von anderen Herstellern: Firefox statt IE, Thunderbird statt Outlook,  ICQ statt dem Windows Live Messenger – und nicht zuletzt Google statt… Ja, statt was eigentlich?

So wird es womöglich vielen Usern gehen: man kennt nur Google. Ich suche ein Restaurant: Google. Ich will wissen, wie ich am besten zum TÜV komme: Google. Ich brauche Statistiken zu Google: Google. Die Ergebnisse sind nicht immer die besten (wenn auch meistens besser als sonstwo), aber diese sechs Buchstaben sind so unglaublich fest ins Bewusstsein der Internetnutzer gebrannt, dass jeder, der sich “daneben brennen” will, einen wirklich schweren Stand hat.

Und dann machte es Bing. Microsofts neue Suchmaschine – ich muss es zugeben – hat schon etwas für sich. (Böse Zungen behaupten, ihre anfängliche Popularität schulde sie v.a. der “Video”-Suche…)

Allein optisch gesehen: So sind beispielsweise die Hintergrundbilder der Startseite sehr gut gewählt und würden sich wohl durchaus für so manchen Desktop eignen. Nach Eingabe eines Suchbegriffs und Starten der Suche erhält man eine (Google-ähnliche) Ergebnisseite, deren einzelne Elemente nach Relevanz geordnet sind. Einen diesbezüglichen Vergleich mit Google kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht machen, die Funktion Related Searches, die thematisch ähnliche Suchvorgänge vorschläft,  scheint mir dem Konkurrenten (endlich einmal, möchte man fast sagen!) einen Schritt voraus zu sein.

Eine weitere Innovation ist die Videosuche. Ohne Bing verlassen zu müssen, kann man sich Videos ansehen, sogar die Suchergebnisse selbst sind verkleinerte, vollständig abspielbare Clips! In den USA findet man über Bing sogar auf einfachste Weise ganze Episoden von z.B. “Dr. House” oder “Navy CIS”.

Bing Maps wiederum kommt mir schneller vor als sein Google-Pendant. Außerdem bietet es die Möglichkeit der Vogelperspektive (z.B. des Eiffelturms), was ich bei Google-Maps bisher auch noch nicht entdeckt habe.

Ich denke, ein paar Prozent Marktanteil kann Microsoft mit Bing wohl gewinnen, aber der große Angriff auf Google wird letztlich nicht stattfinden. Dafür lässt sich der Otto-Normal-User zu schwer von seinen Gewohnheiten abbringen. Mir gefällt es jedenfalls!

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Juni 8th, 2009 at 5:37 pm

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One Response to 'Und dann machte es “Bing”!'

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  1. jaja, die MS-Suche ist schon interessant und bringt auch neue Funktionen. Hoffentlich übernimmt sich Microsoft dabei nicht zu sehr…
    Aber wenigstens hat Google jetzt eine Nennenswerte Konkurrenz in mehreren Gebieten:
    Websuche
    Vider/Bildsuche
    Maps
    Shopping

    genodeftest

    13 Jun 09 at 00:05

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