Archive for Mai, 2009
Zwischenstand: Universal Version Description (UVD) / Entwickler gesucht
Ich möchte an dieser Stelle einmal auf den aktuellen Stand des hier begonnenen Projekts verweisen, der sich wie folgt darstellt: Ich habe das UVD-Format weiter ausgearbeitet und angepasst und damit begonnen, eine C#-Bibliothek zu schreiben, die dessen Verarbeitung dient.
Als Beispiel sei die UVD von LastSharp gegeben, die wir im folgenden Codebeispiel mithilfe einer XSL-Transformation (DescriptionPage.xsl) in eine HTML-Datei verwandeln. Das soll illustrieren, wie einfach die Verwendung von UVD sein kann, wenn entsprechende Bibliotheken vorhanden sind:
UVD lastsharp = UVD.Create("http://dev.xscheme.de/uvd/lastsharp.uvd.xml");
lastsharp.Save("c:/lastsharp.htm", "http://dev.xscheme.de/uvd/DescriptionPage.xsl");
Nun haben wir eine Datei “lastsharp.htm”, die hier eingesehen werden kann und Beschreibungen in verschiedenen Sprachen und Längen bietet, Downloadlinks, etc… Außerdem sind (wie man bei der Ansicht des Quelltextes feststellen kann) auch die META-Tags zu Schlüsselwörtern und Beschreibungen bereits gesetzt, sodass die Seite auch für Suchmaschinen verwendbar ist.
[Release] LastSharp 0.4.3
Nachdem viele kleine Änderungen in der letzten Version auch viele kleine Baustellen verursacht haben, musste eine Version her, die die aufgerissenen Löcher wieder schließt:
- Ein Timeout-Fehler, der seit Version 0.4.1 vermehrt aufgetreten ist, macht nun vermutlich (!) keine Probleme mehr. (Ob das wirklich so ist, wird die Zeit zeigen…)
- Durch die Einführung der Playlist-Direktanwahl war die Option “Meine Tags” (ohnehin nur für Abonnenten aktiv) nicht mehr normal verwendbar, da das Textfeld deaktiviert blieb. (Dafür wurde es bei “Meine Empfehlungen” unnötigerweise aktiviert…)
- Außerdem hat der Versuch, die AudioPlayer-Resourcen nach dem Abspielen eines Liedes wieder freizugeben, zu Abstürzen beim Liedwechsel geführt.
Inside Last.FM: Visual Radio
Seit heute präsentiert sich das Radio von Last.FM in neuem Gewand – und ich muss sagen, ich bin beeindruckt! Visual Radio heißt das klingende Schlagwort (siehe Last.HQ) und woher der Name kommt, ist nicht schwer zu erraten, sind es doch bei der ersten genaueren Untersuchung vor allem Oberflächlichkeiten, die sich einem entgegenrecken:

Ein größeres Eingabefeld, die zuletzt gehörten Radiostationen – war das alles?
[Release] LastSharp 0.4.2
Ich hatte einiges, zu tun, was diese Version angeht. Zum einen viele Bugfixes (unendliches Playlist-Nachladen, Abspielfehler im AudioPlayer, Scrobbling funktionierte nicht, …), zum anderen Neuerungen, was die Playlist angeht, sowie Optionen zur Erhöhung der Anpassbarkeit von LastSharp.
Ich habe mich schon mehrmals damit auseinandersetzen müssen, dass der Download der eigenen Playlist erheblich eingeschränkt ist (siehe hier) – und der Grund dafür ist schlicht und einfach, dass Last.FM das Anhören (und somit die Möglichkeit des Herunterladens) der eigenen Playlist nur noch Abonnenten zugesteht. Um dies zu umgehen, gibt es in LastSharp nun den direkten Playlist-Download. Zu beachten ist hierbei, dass unter “Erweiterte Einstellungen” >> “TuneIn” die Playlistlänge für diese Funktion bis zu 60 Titel betragen darf, sowie folgendes:
- Die Methode funktioniert nur mit Titeln, die “in voller Länge” anhörbar sind.
- Es muss die gesamte Playlist abgerufen und untersucht werden (im normalen Modus werden immer bloß fünf Titel übertragen), sodass bei der Playlisterstellung kürzere Listen zu bevorzugen sein sollten.
- Bei der Methode wird automatisch die “modifizierte Verbindung” verwendet, da sie ansonsten nicht funktioniert. D.h., dass es sein kann, dass nicht alle den direkten Playlist-Download nutzen können. Des weiteren kommt eine kurze Verzögerung vor dem Downloadstart hinzu.
Vom Gedankenspiel zum Versuch: Universal Version Description (UVD)
Das Problem der Updates
Ich bin in meinem vorletzten Artikel zum Thema Update-Check bereits darauf eingegangen: Versionsänderungen sind nicht immer leicht zu verfolgen und die Überprüfung auf Updates erfordert meist einen nicht zu unterschätzenden Programmier- und Verwaltungsaufwand. Weiterhin bedeutet es für den Entwickler selbst auch, dass er auf mehreren Hochzeiten tanzen muss: er stellt meist eine eigene Downloadseite bereit, die Links zu verschiedenen Versionen enthält, er aktualisiert gleichzeitig die Dateien, die für die Versionsüberprüfung zuständig sind, er kümmert sich um die Daten, die in irgendwelchen Softwareverzeichnissen (heise, chip.de, etc…) stehen, usw., usw… Als verantwortungsvoller Entwickler mit der Ambition, sein Programm unter die Leute zu bringen, hat man richtiggehend die Pflicht, diese Schritte durchzuführen – und das regelmäßig und mit äußerster Genauigkeit.
Hier nun also das (absolut logische und vernünftige) Konzept, das die meisten Beispiele, die man im Web zu dem Thema “Update-Check” findet, implementieren:

Augenscheinliche Probleme hierbei:
- Die Verwaltung der Programmdaten läuft (beim Otto-Normal-Programmierer) meist von Hand ab, d.h. man bearbeitet die Update-Datei (die nicht, wie im Beispiel, im XML-Format vorliegen kann), lädt sie von Hand auf den eigenen Webserver und ist aus Kompatibilitätsgründen meist an ein (demnach schwer erweiterbares) Format und an einen bestimmten Dateinamen gebunden.
- Je nachdem, wie detailliert die Update-Informationen sind (nur Versionsnummer vs. Versionsnummer, Änderungsdatum, Changelog, …), kann das Bearbeiten der Versionsdatei eine Heidenarbeit bedeuten.
- Der Entwickler muss das Programm erst einmal dazu bringen, einen funktionierenden Versions-Check durchzuführen.
- Und was passiert bei Programmen, die mehrsprachig funktionieren und beworben werden?
Die Idee im erwähnten Artikel war es also, den “Update Notification Server” nicht mehr als Eigentum des Entwicklers zu sehen, sondern als über ein API zugängliche Plattform im Internet, die Verwaltungsfunktionen komfortabel bereitstellt. Gleichzeitig wären verschiedene Bibliotheken für das API nötig, um dem Programmierer die Implementierung der Versionsprüfung fast gänzlich abzunehmen.
Was folgte, war ein Einspruch.