LastSharp, Musik an sich und der ganz normale Web-Wahnsinn…
Ich freue mich immer, wenn eine andere Seite hierher verlinkt, das ist sicher, aber das, was sich gestern Abend ab 18.30 Uhr abgespielt hat, war dann doch eher überraschend: 19 neue Pingbacks, ein Haufen Traffic und alles in allem die Gewissheit, dass LastSharp auch auf Englisch gut funktioniert. Aber eines nach dem anderen.
Ein Web-Schneeball
Das erste, was ich gestern gegen 20 Uhr festgestellt habe, war dass die Besucherzahlen weit über den Durchschnitt hinausgegangen sind: normalerweise so ca. 160 Impressions, und nun auf einmal 400? Hier stimmt doch etwas nicht, warum dieser Anstieg? Die Erklärung findet sich mit der Seite gHacks, die LastSharp vorgestellt hat und nach und nach von verschiedenen anderen Seiten wahrgenommen und kopiert worden ist.
So beginnt also der Feldzug durch die USA, England, Frankreich, Spanien, Portugal, Japan, Israel und Saudi-Arabien, und kaum checke ich um 24 Uhr nochmals die Besucherzahlen, stehen sie schon bei 541. Unglaublich. Allein 300 Downloads innerhalb von 4 Stunden.
Der heutige Tag ist mit Sicherheit erstmal der erfolgreichste, den ich bisher erleben durfte: 2100 Downloads (gleich viel wie in den letzten 47 Tagen zusammen!) und 3300 Impressions – alles nur wegen einem Schneeball, der sich zu einer wahrnehmbaren Mini-Lawine entwickelt hat… Das Konzept Internet beginnt sich eben doch langsam durchzusetzen.
UPDATE: Ein paar Pingbacks mehr und soeben die Anfrage, ob das Computermagazin CHIP das Programm auf Heft-CD packen darf. Ich werd nicht mehr…
Schadet LastSharp Last.FM?
Ich bin in den Kommentaren zu manchen dieser Artikel auch auf den Vorwurf gestoßen, Programme wie LastSharp würden Last.FM schaden, da die Musikindustrie das Vertrauen verlieren und es irgendwann gar keine Musik mehr – weder zum Anhören, noch zum Downloaden – auf legalen Plattformen geben könnte. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll… Sicher besteht dieses Risiko, aber für jemanden, der wirklich an Musik interessiert ist, sind die 128kbit/s, die die Last.FM-MP3s bieten nichts sonderlich tolles. Jemand, der hohe Qualität will, kauft sich dann entweder die CD oder bedient sich an einer der anderen einschlägigen Quellen im Internet. Last.FM und die Programme, die als Ripper fungieren, sind das geringste Problem der Musikindustrien.
LastSharp eignet sich meiner Meinung nach zum “Reinhören”, quasi als Appetitanreger, aber nicht als ernsthafte Quelle für die eigene Musiksammlung. Jemand, der das Programm dennoch so einschätzt, hätte meiner Meinung ohnehin nicht vorgehabt, der Musikindustrie sein Geld in den Rachen zu werfen.
Ich kann mich auch irren, aber in meinen Augen herrscht zu diesem Thema eindeutig zu viel Paranoia. Wenn schon Kopfschmerzen, dann doch lieber wegen Warez-Foren und Torrents…
Hi, bin gestern auch auf deine Seite gestoßen (aber nicht von irgendwelchen Schneemassen getragen
, sondern aus freien Stücken). Bin echt begeistert von deinem Programm und hoffe du machst weiter mit der guten Arbeit.
Bzgl. Qualität möchte ich anmerken, dass ich zumindest kaum Unterschiede zwischen 128 und 192 kbit/s(CD) merke und daher gut auf Cd Käufe und ähnliches verzichten kann.
Gruß LeoN
LeoN
31 Okt 08 at 16:37
Erstmal danke für das Lob, LeoN!
Das mit dem Qualitätsunterschied ist natürlich nur meine persönliche Meinung (wenn man einen direkten Vergleich wagt, kann mans aber schon raushören), und es wird auch so sein, dass mir noch mehr Leute widersprechen könnten, aber wie viele von denen dann schlussendlich wirklich eine selbst gekaufte CD-Sammlung besitzen sei mal dahingestellt.^^
Ich stehe hinter LastSharp und denke weiterhin, dass das Progrämmchen niemandem weh tut, schon gar nicht irgendwelchen milliardenschweren Labels… Und außerdem rufe ich ja nicht dazu auf, es zu benutzen – die User sind einfach so frech und machen das selbst
Yannick
xsc
31 Okt 08 at 16:43
Das Programm wurde bei lifehacker (http://lifehacker.com/5069630/lastsharp-downloads-music-from-lastfm) erwähnt.
ickse
2 Nov 08 at 20:43
Hallo Yannick,
ich bin schon vor einigen Monaten auf dieses Programm aufmerksam geworden und hatte es mir installiert. Ich lade mir eher selten Musik herunter, aber die Musik des Ensamble Continuo aus Mexiko gibt es nur bei Amazon USA und da wollte ich sie nicht bestellen. Mittels Deines Programms landete sie auf meinem Rechner. Auch dafür ist Dein Programm gut. Mir gefällt das Programm gut. Nur schade, das es keine Linux-Version gibt.
Gruss
Peter
pitter
26 Jan 09 at 22:15